Schwangerschafts 1×1

Wer nicht gerade Frauenarzt oder Deutschlands einzige männliche Hebamme ist, der versteht meistens erst einmal nur Bahnhof, wenn seine Frau anfängt, von SSW, SSL und Pränataldiagnostik zu reden. Damit Ihr nicht gänzlich im Regen darsteht, aber Euch auch nicht durch die zig Schwangerschaftsseiten wühlen müsst, hier eine kleine Sammlung von Begriffen, die Euch vielleicht helfen werden, Eure Frauen während der Schwangerschaft besser zu verstehen. Die Betonung liegt hier ganz klar auf besser, denn ganz werdet Ihr sie nie verstehen. Schon gar nicht in der Schwangerschaft.

SSW – steht für Schwangerschaftswoche und gibt logischer Weise den Fortschritt der Schwangerschaft an. Eine Schwangerschaft dauert im Normalfall 40 Wochen / 10 Monate a 4 Wochen oder 9 Kalendermonate. Gerechnet wird hier aber nicht ab dem Tag, an dem sich Deine mit ihren Genen vermischt haben, sondern ab dem Tag der letzten Periode. Mit 9+4 wird dann noch der genaue Tag der Schwangerschaft bestimmt. Dies wäre hier z.B. der 4. Tag in der 9. Woche nach der letzten Periode – oder auch die 10. SSW.

Einer der meist gestellten Fragen während der Schwangerschaft wird sein: „In welcher Woche seid ihr?“ Und schneller als Dir lieb ist, wirst Du darauf bald immer die richtige Antwort haben. Ach ja, IHR seid jetzt schwanger, nicht nur Deine Frau.

SSL – steht für Scheitel-Steiß-Länge und wird während des ersten Drittels der Schwangerschaft bestimmt, um den Entwicklungsstand des Kindes zu überprüfen. Später wird in der Regel nur noch der Kopfdurchmesser, sowie der Durchmesser des Oberkörpers bestimmt. Dies liegt u.a. auch daran, dass das Kind dann schon zu groß ist, um die SSL mit einem normalen Ultraschallgerät zu messen.

Pränataldiagnostik – Im Allgemeinen versteht man hierunter die erweiterte Untersuchung während der Schwangerschaft, mit der Fehl- und Missbildungen festgestellt werden. Diese Untersuchungen sind freiwillig und werden meist auch nicht von der Krankenkasse bezahlt. Es gibt verschiedenste invasive, wie auch nicht-invasive Untersuchungen wie z.B. die Nackenfaltenmessung, mit der die Wahrscheinlichkeit bestimmt wird, mit der das Kind am Down-Syndrom (Trisomie-21) leidet. Das Thema Pränataldiagnostik ist ein sehr heikles Thema. Eine generelle Empfehlung solche zusätzlichen Untersuchungen machen zu lassen, gibt es nicht. Werdende Eltern sollten sich rechtzeitig damit befassen und auseinandersetzen.

ET – steht nicht für Engtanz sondern für den Entbindungstermin, Das ist also der Termin, an dem Euer Kind auf die Welt kommen soll. Nachdem die Schwangerschaft festgestellt wurde, rechnet der Frauenarzt den Entbindungstermin aus. Dieser kann sich im Laufe der Schwangerschaft noch einmal verschieben, da es sich z.B. bei unregelmäßigen Zyklen der Frau, nicht genau sagen lässt, wann der Eisprung stattgefunden hat. Anhand des ET errechnet sich dann auch die Mutterschutzzeit. Auch für den Papierkram wie z.B. Beantragung von Elternzeit und -geld oder Mutterschaftsgeld wird der ET benötigt.

tbc.

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